Garmin s20 Golfuhr

Golfentfernungsmesser.de Testbericht:

garmin-approach-s20-weiss-002Garmin ist ein traditionsreiches Unternehmen im Bereich GPS-Navigation und weitete unlängst seine Produktpalette von Verkehrsnavigation auf Outdoor- und Sport-GPS-Geräte aus. Als Vorreiter im Bereich der immer kleiner werdenden GPS-Empfänger konnte sich Garmin schnell in allen Sparten etablieren. Im Bereich Golfentfernungsmesser gehört das Unternehmen völlig zu Recht zu den bekanntesten Herstellern. Neben der eigentlichen Entfernungsmessung auf den Golfbahnen bemüht man sich um Innovation und immer neue Features. Wir nehmen das Modell Garmin Approach S20 mit auf den Golfplatz und dabei unter die Lupe.

Fakten und Funktionen der Garmin Approach S20 Golfuhr

Auf der Herstellerseite finden wir schon vorab viele Daten und Fakten: Den 23 auf 23 mm großen Display lobt der Hersteller als hochauflösend und gut lesbar. Im Gegensatz zu anderen Produkten von Garmin wird bei der S20 auf Touchscreen und Farbdisplay verzichtet. Der verbaute Lithium-Ionen-Akku hält laut Garmin im normalen Modus bis zu acht Wochen, bei GPS-Aktivität bis zu 15 Stunden. Die GPS-Uhr kann per USB an den PC angeschlossen werden und über Funk mit anderen kompatiblen Geräten wie Smartphones gekoppelt werden. Uhr, Kilometerzähler und Wecker sind im Funktionsrahmen enthalten. Beim Kauf sind mehr als 40.000 Golfplätze weltweit vorinstalliert. Entfernungen zu Anfang, Mitte und Ende Grün sind aus jeder Lage abzulesen – genau wie Distanzen zu Layups und Doglegs. Wie schon bei anderen Garmin Golfentfernungsmessern ist die digitale Scorekarte zur Speicherung auf dem PC enthalten. Eine statistische Aufschlüsselung nach Putts, Fairwaytreffern und durchschnittlicher Schlagweite ist ebenfalls möglich.
Optional angeboten wird als Ergänzung der True Swing Golfsensor mit dessen Hilfe sich die Garmin Approach S20 zum Golftrainer entwickelt, der Schwungtempo, Schwunggeschwindigkeit, Schlagflächenstellung und vieles mehr misst.

Testurteil Garmin s20 Golfuhr Wir testen die Golfuhr in der Praxis

Design und Look sind klassisch. Die Garmin Golfuhr kann damit auch als alltäglicher Begleiter genutzt werden. Laut Hersteller ist sie zudem bis 50m wasserdicht. Dies zu überprüfen, sprengt natürlich unseren Rahmen. Der integrierte Schrittzähler kann zu einem bewegungsbewussteren Leben beitragen, wobei dieser für uns kein Kaufargument wäre. Die Funktion ist auch jederzeit als App für gängige Smartphones erhältlich. Wir koppeln testweise unser Smartphone mit der Golfuhr, was problemlos funktioniert, jedoch durch die Signaltöne auf der Golfrunde von uns eher als störend empfunden wird und daher wieder abgeschalten wird. Zu beachten gilt hier auch, dass nicht alle Smartphones für die Koppelung kompatibel sind. Eine Liste der passenden Geräte veröffentlicht Garmin auf der Website.
Vor der Benutzung auf dem Golfplatz testen wir die Software auf Updates über die Garmin-Webseite und müssen feststellen, dass der Download zunächst nicht reibungslos funktioniert. Schließlich können wir über das Tool doch noch alle Neuerungen installieren. Auf dem Golfplatz überzeugt die Golfuhr zunächst nicht, weil sie den Platz nicht zu erkennen scheint. Wieder sind mehrere Anläufe nötig, bis der Entfernungsmesser dann aber reibungslos Distanzen ausmisst und flexibel auf die jeweilige Lage exakte Entfernungen auf einem auffallend gut lesbaren Display wiedergibt. Die Option die Fahnenposition tagesaktuell anzupassen, nutzen wir für noch genauere Ergebnisse. Über 18 Loch zeigt der Entfernungsmesser weder Mängel bei der Genauigkeit noch Ermüdungserscheinungen des Akkus. Eine genaue Scoreanalyse mittels der gesammelten Daten auf der digitalen Scorekarte lassen wir uns hinterher auf dem PC anzeigen. Diese Funktion kann durchaus einen Mehrwert haben, wenn Golfer ihre Scores regelmäßig sammeln und auswerten.

Unser Fazit: Die Vor- und Nachteile der Garmin S20 Golfuhr

Den eigentlichen Zweck eines Entfernungsmessers erfüllt die klassisch gehaltene Golfuhr zu unserer vollsten Zufriedenheit. Manuelle Fahnenpositionierung und die sehr gute Lesbarkeit liefern Pluspunkte gegenüber manchen Mitbewerbern. Nicht so gut gefallen haben unseren Testern das träge Verhalten beim Softwareupdate und der Golfplatzerkennung. Für die optionalen Trainingsfunktionen, die das Gerät anbietet ist ein Golfschwungsensor nötig, der auf den Schaft aufgesteckt wird. Dieser schlägt mit knapp 150 € zu Buche und ist selbstverständlich – im Gegensatz zu der Garmin Approach S20 ohne True Swing Adapter – nicht turnierzugelassen, sondern nur für Trainingszwecke gedacht. Die Garmin Approach S20 kosten im UVP etwa 230 Euro und ist damit im mittleren Preissegment angesiedelt. In dieser Preisklasse sind andere Hersteller in den Designs wie Farbdisplay oder Touchscreen besser ausgestattet. Garmin-Fans jedoch werden mit dem Kauf dieser Golfuhr keinen Fehler machen.